Ozontherapie

erwinpayrWas ist eigentlich Ozon?
Ozon (O3) – ein farbloses Gas mit charakteristischem Geruch – ist ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes Molekül. Es ist die energiereiche, aktive Form von Sauerstoff und wird deshalb auch als „Aktivsauerstoff“ bezeichnet. Durch Energiezufuhr in Form von UV- oder elektrischer Strahlung wird der Sauerstoff in Ozon umgewandelt.
ozonemoleculeMit dem Wort „Ozon“ verbinden wir meist die Ozonschicht, die das schädliche UV-Licht der Sonne absorbiert.  Das so geschmähte Ozon in der Außenwelt ist Folge der Auto-und Industrieabgase unter Sonnenlicht Einfluss. Ohne Abgase und UV-Licht ensteht nachts kein Ozon. Allerdings ist Ozon auch ein starkes Oxidationsmittel, das aufgrund seiner desinfizierenden Eigenschaft weltweit zur Wasserentkeimung und Trinkwasseraufbereitung genutzt wird.

6dd80-die-humares1-gmbh-11-300x201Verwendung in der Medizin
Medizinisches (Medical-) Ozon ist ein Gemisch aus 0,05 bis 5% reinstem Ozon und 99,95 bis 95% medizinisch reinem Sauerstoff, das durch stille elektrische Entladung hergestellt wird. Es ist ein exakt dosierbares Medikament, wird in msec im Blut und damit 15mal schneller als Sauerstoff, aufgenommen. Es ist danach aber nicht mehr als Ozon-Molekül nachweisbar.

dd744-die-humares1-gmbh-21-215x300Das Ozon oxidiert die Membran der Blutzellen – und wegen Ihrer großen Zahl hauptsächlich der Erythrozyten – während des Kontaktes mit den Blut. Enzyme, dei Radikale abfangen neutralisieren die entstandenen Ozonide und setzen eine Kaskade von Stoffwechselkreisen in Gang. Im Ende entstehen Energieträger (ATP), die an leidende Gewebe abgegeben werden. Die damit verbundene verbesserte Energiebereitstellung wirkt sich positiv auf alle Organe aus.

Bei der Ozonbehandlung wird also der oxidative Einfluss des Ozons benutzt und nicht der im Überschuss vorhandene Sauerstoff.

Systemorientierte Behandlung

Bei einer Kur mit Ozon werden nicht nur die Beschwerden, weshalb die Behandlung begonnen wurde, therapiert, sondern auch Störungen, die noch nicht entdeckt wurden, werden positiv beeinflusst.

Anwendungsformen

Große Eigenblutbehandlung (GEB)
Kleine Eigenblutbehandlung (KEB)
Rektale Darminsufflation (RI)
Intraartikuläre Anwendung
Subcutane Anwendung
Intracutane Anwendung mit Quaddelung
Neuraltherapeutische Anwendungen (Anspritzen von Trigger-Punkten)
Nasenreflexdusche
Extremitäten-Begasung
Wasserbegasung (Ozon-Wasser)*1

Indikationen

Es kommen alle Erkrankungen in Betracht, die mit einer niedrigen oder gestörten Energielage des Körpers verbunden sind. Allerdings kann die Zufuhr von Energieträgern bei manchen Erkrankungen wie HIV Infektion je nach Stadium einen nicht erwünschten Effekt haben. Das gleiche gilt für Krebserkrankungen besonders bei gleichzeitiger Chemotherapie oder Bestrahlung.

Wir werden Ihnen gerne im Einzelfall Ratschläge zu der Behandlung geben.

Kontraindikationen

Es ist notwendig erneut auf den Stoffwechsel unter Ozontherapie einzugehen:

Bei der extrakorporalen Therapie werden die Zellmembranen der Blutzellen oxidiert. Danach wird über die Glykolyse ein Mechanismus in Gang gesetzt, der zu einem erhöhten Gehalt an Energieträgern in den Zellen, und besonders in den roten Blutkörperchen, führt. Diese sind prädestiniert, den Gehalt an Energieträgern im Serum (ATP) konstant zu halten und im Notfall weiter aufzufüllen.

Es handelt sich also bei der Ozontherapie nicht um eine Sauerstoff-Therapie im eigentlichen Sinne. Weiterhin ist ersichtlich, dass kein einziges Ozonmolekül in den Körper zurückinfundiert wird. Somit können also auch keine virus-beladenen Zellen mittels der Eigenblut-Therapie erreicht werden.

Aus diesen Angaben ist ersichtlich, dass es nur eine geringe Anzahl an Kontraindikationen gibt:

1) G-6-PD Mangel Erklärung: das Enzym ist für das Starten des Pentose-Shunts erforderlich, der zu einer Regeneration von NADP notwendig ist. Bei der Aktivierung der Glutathion-Peroxidase-Reductase entsteht NADP+im Überschussund muss in NADPH zurückgeführtwerden.

2) Unbehandelte Hyperthyreose Erklärung: der schon überaktive Stoffwechsel wird durch Zufuhr von Energieträgern weiter angeheizt. Behandelte Hyperthyreosen sind von der Kontraindikationausgenommen.

3) Sichel-Zell Erkrankung Erklärung: Durch die Glykolysewird die Menge an 1.3-DPG erhöht, die eine Erhöhung von 2.3-DpG nach sichzieht. Eine Erhöhung von 2.3-DPG ist für die Deformation der roten Blutkörperchenverantwortlich und wird induziert. Es besteht besonders die Gefahr von der Auslösung eines Schlaganfalls.

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